Erst der Kunde, dann sein Auto

Firmengeschichte Autohaus D’Onofrio besteht seit 40 Jahren in Oberalfingen. Dahinter verbirgt sich Erfolgsstory von Migrant und Seniorchef Giovanni D’Onofrio.
  • Giovanni (li.) und Sandro D’Onofrio leben das Automobilgeschäft im eigenen Autohaus. Foto: sk

Aalen-Oberalfingen

Autohändler mit Leib und Seele – diese Beschreibung trifft aufs Autohaus D’Onofrio zu. Vor 50 Jahren hatte sich Seniorchef Giovanni D’Onofrio 1967 als italienischer Migrant der ersten Stunde als Kfz-Händler selbstständig gemacht, nachdem er einige Jahre zuvor bei der Maschinenfabrik Alfing Kessler gearbeitet hatte. 1977, also vor genau 40 Jahren, wurde das eigene Autohaus in Oberalfingen errichtet. Es ist bis heute ein Hort, an dem das Cuore Sportivo von Alfa Romeo schlägt und auch Oldtimer der Marke sowie von Lancia und Fiat eine besondere Behandlung auf den Hebebühnen und im Verkaufsraum erfahren.

2017 wurde ein weiterer Meilenstein in der 50-jährigen Geschichte des Unternehmens gelegt. Der Fiat-Konzern hat intern seine Marktgebiete in der Region neu strukturiert. Daraus resultierend hat sich fürs Autohaus D’Onofrio eine Verbreiterung der automobilen Produktpalette ergeben. Das Autohaus, das an der Aalener Westumgehung liegt, ist seither Servicevertragsnehmer der Marke Fiat.

Dementsprechend haben die Firmenchefs Giovanni und Sandro D’Onofrio in die Fortbildung ihrer Mitarbeiter investiert. Antonino Fricano wurde als Diagnose-Spezialist ausgebildet, zusätzlich absolvierte er Lehrgänge, die ihn als Servicetechniker dazu befähigen, Autos der Marken Fiat und Alfa Romeo optimal zu betreuen. „Seit 1986 sind wir zudem als Vertragshändler ein führender Stützpunkt für Suzuki. Die Marke hat sich rasch etabliert. Mit zuverlässigen Modellen wie dem Swift oder dem neuen Micro-SUV Ignis sowie dem fünfjährigen Garantieversprechen der japanischen Marke stellt sie einige Bestseller her“, sagt Geschäftsführer Sandro D’Onofrio.

Beim Gang durch den Ausstellungsraum entführt der 48-Jährige die Kunden hin zur Espressomaschine. „Due Espressi kommen gleich“, sagt er, ehe die Maschine zu röhren beginnt. „Erst kommt der Kunde, dann sein Auto“ – so lautet das Selbstverständnis des familiengeführten Hauses. Sandro D’Onofrio erzählt von der Marke Alfa, mit der über 40 Jahre ein Vertriebsvertrag bestand. „2018 wird Alfa Romeo wieder in der Formel 1 mitreden, wenn das Sauber-Team ausgestattet wird“, erzählt er.

Alfa stattet 2018 ein Team in der Formel 1 aus.

Sandro D’Onofrio
Geschäftsführer Autohaus D’Onofrio

Einen Stock tiefer schlummern im „Alfa-Museum“ einige automobile Schmuckstücke. „Am 2. Juli 2017 hatten wir unseren Classic Day, bei dem wir unsere Exponate zeigten. Wir haben uns auf die Restaurierung von Old- und Youngtimern spezialisiert“, sagt der 76-jährige Senior Giovanni D’Onofrio.

Soziales Engagement

2018 wird ein 22-jähriger syrischer Migrant als Kfz-Mechatroniker in Oberalfingen anfangen. „Er wird eine Einstiegsqualifizierung erhalten und im Herbst eine Ausbildung beginnen“, sagt Sandro D’Onofrio. Das gehört zum Selbstverständnis des Autohauses – auch bedingt durch die eigene Lebensgeschichte von Giovanni D’Onofrio.

© Wirtschaft Regional 08.01.2018 19:19
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