Etabliertes Zentrum für EU-Belange

Bewerbung Das Europa-Infozentrum „EUROPoint Ostalb“ ist für weitere drei Jahre im Landratsamt am Start.

Aalen. Das Europa-Informationszentrum „EUROPoint Ostalb“, das im Landratsamt des Ostalbkreises angesiedelt ist, gehört für noch mal drei Jahre dem Europe-Direct-Infonetzwerk der Europäischen Kommission an. Landrat Klaus Pavel hat die Entscheidung vom Vertreter der Kommission in Deutschland, Richard Kühnel, erhalten. Bis Ende 2020 wurde die Beteiligung am Netzwerk der Bürger-Informationszentren von der Kommission neu ausgeschrieben. Weitere Infozentren im Land gibt es in Freiburg, Karlsruhe und Stuttgart.

Im Juli 2017 hatte die Kommission die Einrichtung der Infozentren neu ausgeschrieben. Wirtschaftsförderer Rainer Fünfgelder und die Leiterin der Einrichtung, Andrea Hahn, hatten die Bewerbung eingereicht – zum dritten Mal in Folge beteiligte sich der Kreis damit an diesem Auswahlverfahren. 41 Zentren wurden in Deutschland ausgewählt. Die Zentren erhalten Zuschüsse von der EU. Pavel unterzeichnete dazu eine Rahmenvereinbarung mit der EU-Kommission in Deutschland.

Im Land ist die Aalener Dependance die einzige im ländlichen Raum. „Wir freuen uns, weiterhin der Bevölkerung im Ostalbkreis, in der Region und in den angrenzenden Bereichen einen leichten Zugang zu Informationen bieten zu können“, erklärt Andrea Hahn. Seit 2009 gehört der „EUROPoint Ostalb“ in der Trägerschaft des Ostalbkreises zu dem europaweiten Netzwerk. In dieser Zeit hat es über 80 Veranstaltungen initiiert. „Das Angebot wird von der Bevölkerung, von Unternehmen, Kommunen, Schulen und Vereinen sehr gut nachgefragt“, sagt der Landrat.

Das Zentrum mit Stellen in Aalen und Schwäbisch Gmünd bietet einen kostenfreien Broschürenservice, Beratung und Recherche zu europäischen Themen, eine Website sowie einen öffentlichen Internetzugang zu den Europaseiten und eine Präsenz in Facebook. Außerdem können Bürgermeinungen direkt an EU-Organe weitergeleitet werden. Auf verschiedenen Messen ist der „EUROPoint Ostalb“ präsent.

Organisiert wurde auch die Veranstaltung „Quo vadis Europa – (Gem-)einsam stark?“ mit einen Diskussionsabend, bei dem Europaminister Guido Wolf und Richard Kühnel mit dabei waren. Im November hatte das Klimaforum Ostalb mit Wettermoderator Sven Plöger über 500 Gäste angelockt. Und das Jubiläum zum 60. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge wurden mit einer Multivisionsshow und einer Ausstellung im Landratsamt gewürdigt.

Eine Vortragsreihe „Europa im Gespräch“ soll Themen wie den Brexit, Cybersicherheit oder die Zukunftsdebatte der EU in den kommenden drei Jahren aufgreifen. Die Sicherheits- und Verteidigungspolitik soll zudem in den Blick genommen werden.

Kontakt: Tel.: 07361/503 1230 oder
info@europoint-ostalb.de oder
www.europoint-ostalb.de.

© Wirtschaft Regional 08.01.2018 19:19
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