Wambach gibt einen großen Überblick

Vortrag ZEW-Präsident informiert die Mitglieder der IHK-Vollversammlung über volkswirtschaftliche Themen.
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    IHK-Präsident Markus Maier, Achim Wambach und IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle (v.l.) trafen zusammen. Foto: IHK
Heidenheim. Prof. Dr. Achim Wambach, Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim, sprach vor der IHK-Vollversammlung über die wirtschaftspolitischen Herausforderungen für Europa. Wambach betrachtete, in welchem volkswirtschaftlichen Umfeld sich Europa im Vergleich mit den weltweit größten Volkswirtschaften USA und China derzeit bewegt. Die wirtschaftliche Erholung in Europa komme mit einem Wachstum von 2,2 Prozent gut voran, bei einer gleichzeitig erfreulich niedrigen Inflationsrate im Euro-Raum von 1,3 Prozent. Zusammengefasst würden die USA mit 25 Prozent, die EU mit 22 Prozent und China mit 15 Prozent knapp zwei Drittel des Welt-Bruttoinlandsprodukts erwirtschaften.

Studien zufolge würden Zölle der USA auf Waren aus Mexiko und China nicht direkt die US-amerikanische Wirtschaft stärken. Strafzölle würden zu einem Wachstum des BIP von 0,5 Prozentpunkten in Deutschland führen, weil sich die Nachfragen verschieben würden.

Die Volksrepublik China habe mit der Strategie „Made in China 2025“ ehrgeizige Ziele formuliert, sagte Wambach. Aus der Werkbank der Welt solle die Volksrepublik zu einer führenden Industrienation aufsteigen. Die Marke „Made in China“ solle für Innovation, Qualität und Effizienz stehen. Analysen chinesischer Patente zeigten, dass chinesische Entwicklungen komplementär zu deutschen und substitutiv zu US-amerikanischen seien. In diesem Umfeld müsse sich Europa wappnen.

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron habe Vorschläge für eine „souveräne, vereinigte und demokratisch Neugründung Europas“ unterbreitet. Hierzu zählten Themen wie EU-Haushaltsbudget, Euro-Finanzminister oder eine Steuerharmonisierung und die Finanztransaktionssteuer.

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© Wirtschaft Regional 01.12.2017 18:47
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