Franke investiert in seine Zukunft

Neubau Der Aalener Drahtwälzlager-Hersteller optimiert mit dem neuen „Werk 5“ seine Produktion. 20 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen, weitere Modernisierungsschritte sollen folgen.
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    Modern und innovativ mutet das neue „Werk 5“ von Franke in Aalen an.
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    Das Franke-Führungsteam (v.li.): Geschäftsführer Sascha Eberhard, Oliver Schröder (Einkauf), Harald Müller (Produktion), Stephan Kuhn (Technischer Vertrieb), Jörg Egelhaaf (Konstruktion & Entwicklung), Günter Fischer (Verkauf) und Daniel Groz (geschäftsführender Gesellschafter). Fotos: Franke

Aalen

Mit der Einweihung der neuen Produktionshalle – intern „Werk 5“ genannt – eröffnet der Aalener Wälzlagerhersteller Franke ein neues Kapitel in seiner Firmengeschichte. Die bislang größte Investition stellt dabei das sichtbare Zeichen eines grundlegenden Wandels dar. Unter dem Motto „Franke 2020“ wurden tief greifende Veränderungsprozesse in den Bereichen Investition, Organisation und Firmenkultur ausgelöst.

In den vergangenen zehn Jahren hat Franke viel Energie in die Entwicklung von Speziallagern für hochdynamische Anwendungen investiert. Namhafte Kunden konnten gewonnen werden. „Diese Produktgruppe wird künftig im Werk 5 gefertigt“, erklärt Daniel Groz, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. Bei Franke soll künftig nach Produktgruppen getrennt gefertigt werden. „Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass diese Strategie zu großen Verbesserungen des Wertstroms und zu größerer Liefertreue führt“, ergänzt Geschäftsführer Sascha Eberhard.

Das neue Werk – die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte – fasse alle relevanten Bereiche zur Herstellung hochdynamischer Wälzlager zusammen. In einem weiteren Bauabschnitt entsteht ein Lager- und Logistikgebäude, um Rohmaterial für die Produktion aufzunehmen. Moderne Maschinen gewährleisten kurze Durchlaufzeiten sowie eine gleichbleibend hohe Fertigungsqualität der Produkte. Gleichzeitig werden durch den Neubau andere Unternehmensbereiche entlastet, andere Produktionszweige sollen technisch modernisiert werden. 20 neue Arbeitsplätze sind entstanden und steigern die Belegschaft auf 240 Mitarbeiter. gebaut wurde seit Juli 2016.

Das neue Produktionsgebäude wurde optimal an das knapp 4000 Quadratmeter große Grundstück angepasst. Es erweitert die überbaute Fläche um 2500 Quadratmeter. Die Grundfläche des Gebäudes besteht aus einer rechteckigen Haupthalle mit angeschlossenem Anbau. Die Produktionsfläche erstreckt sich über das komplette Erdgeschoss. Mehr als 450 Pfahlfundamente wurden bis zu zehn Meter tief im Boden verankert. „Einzelne Bereiche wie zum Beispiel der Messraum und die Testkabinen sind voneinander entkoppelt“, erklärt Daniel Groz.

Unsere Ausbildung wird künftig attraktiver.

Sascha Eberhard
Geschäftsführer Franke GmbH

Das so genannte „Franke Technikum“ entsteht in freiwerdenden Flächen. „Es schafft Raum für Ausbildung und Ideen und knüpft an den Erfindergeist in unserer Region an“, betont Sascha Eberhard. Es vereine die Bereiche Ausbildung, Fertigungsentwicklung, Werkstatt sowie das werkseigene Labor.

Technikum nutzt Synergien

19 Azubis durchlaufen derzeit ihre Lehrjahre. Alle ausbildungsrelevanten Maschinen sowie die Montage- und Testeinrichtungen der Entwicklung finden im Technikum ihren Platz. Zusätzlich entstehen weitere Büros, Besprechungsinseln und Montageflächen. Durch die Zusammenlegung nutzt Franke Synergien zwischen Ausbildung und Entwicklung. „Die Ausbildung wird attraktiver“, sagt Eberhard.

Im Bereich Leichtbaulager konnte mit dem 3D-Druck eine neue Art der Herstellung realisiert werden, Das ultraleichte Lager stoße in der Luftfahrt auf großes Interesse. Erfindergeist und technische Kompetenz waren seit der Firmengründung 1949 bis ins Heute die Grundpfeiler des Unternehmens“, sagt Daniel Groz.

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© Wirtschaft Regional 27.11.2017 16:35
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