Abele führt Genossen ab 2019

Personalentscheidung Die VR-Bank Ostalb mit 1,7 Milliarden Euro Bilanzsumme stellt die personellen Weichen an der Spitze des Vorstands frühzeitig.
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    Die Nachfolge ist in der neuen Hauptstelle geregelt: Bei der VR-Bank Ostalb folgt auf Hans-Peter Weber (re.) im Januar 2019 Kurt Abele (li.) im Amt des Vorstandsvorsitzenden. Das hat der Aufsichtsrat der Bank um Vorsitzenden Claus Albrecht (Mitte) am Montagabend beschlossen. Foto: Sascha Kurz

Aalen/Schwäbisch Gmünd

Die VR-Bank Ostalb, die Mitte 2017 aus der Fusion der VR-Bank Aalen und der Volksbank Schwäbisch Gmünd hervorgegangen ist, hat frühzeitig die Nachfolge an der Spitze der Bank geregelt. Kurt Abele wird zum 1. Januar 2019 den Vorsitz im Vorstand von Hans-Peter Weber übernehmen. Weber scheidet dann altershalber mit 65 Jahren aus und tritt in den Ruhestand. Der Vorstand werde dann aus den vier Personen Kurt Abele, Guntram Leibinger (Stellvertreter Abeles), Ralf Baumbusch und Olaf Hepfer bestehen, sagte Claus Albrecht, Aufsichtsratsvorsitzender der Bank.

Der vierköpfige Präsidialausschuss, bestehend aus Albrecht, Arno Brucker, Martin Bläse und Roland Wendel, hatte dem Aufsichtsrat Kurt Abele als Nachfolger Webers einstimmig empfohlen. „Das Gremium hat diesem Vorschlag einstimmig zugestimmt“, sagte Albrecht. Dass die VR-Bank Ostalb noch im Fusionsjahr kurz nach dem Bezug der neuen Hauptstelle auch die personellen Weichen gestellt habe, sei „ein sehr starkes Zeichen“ und zeuge von Entschlossenheit. Im Übrigen: „Wir liegen bei allen Kennzahlen im Fusionsjahr über Plan. Ich bin mir sicher, dass wir ein überdurchschnittliches Wachstum erzielen werden – eine Riesenleistung angesichts der zu vollziehenden Fusion, der Zusammenführung beider Institute sowie dem Bewältigen des Neubaus der Hauptstelle“, sagte Albrecht.

Hans-Peter Weber freute sich über den Vertrauensbeweis an ihn sowie seine beiden Stellvertreter Abele und Leibinger durch den Aufsichtsrat. schließlich habe das Gremium eine starke Stellung, könne es doch Vorstandsverträge innerhalb der festgeschriebenen Kündigungsfrist auflösen, merkte Weber an. „Wir haben ein interessantes Marktgebiet mit hoher Kaufkraft zu beackern. Es bieten sich Chancen, hier in den kommenden Jahren etwas zu bewegen – trotz hoher Bankendichte und hartem Wettbewerb. Wir werden die Ärmel hochkrempeln“, sagte Weber weiter.

Wer der Erste sein will, muss allen dienen.

Hans-Peter Weber
Vorstandschef VR-Bank Ostalb

Kurt Abele ist seit 25 Jahren bei der Genossenschaftsbank beziehungsweise ihren Vorgängerinstituten beschäftigt. Der 45-Jährige gilt als Eigengewächs und Kind der Region – er wohnt mit seiner Familie in Abtsgmünd. Abele ist derzeit mit den Bereichen Banksteuerung und Organisation/IT befasst. Die Vorstandsressorts würden erst nach dem Ausscheiden Webers neu geordnet, betonte Claus Albrecht. Und: „Es gibt 2018 genügend Arbeit für fünf Vorstände“, betonte er.

Kurt Abele ist sich der großen Verantwortung bewusst, die mit dem Amt verbunden ist. „Mich hat heute der Zuspruch vieler Mitarbeiter nach dem Verkünden der Personalie bestärkt“, sagte er. Als Genossenschaftsbank gelte es, das persönliche wie digitale Bankgeschäft im Sinne der Kunden zu vereinen. „Ich danke den knapp 400 Mitarbeitern für ihr großes Engagement und dem Aufsichtsrat für den Vertrauensvorschuss.“

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© Wirtschaft Regional 22.11.2017 18:23
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