Makko-Kritik an Forderung der IG Metall

M+E-Tarifrunde Dem Verband Südwestmetall kostet das IG Metall-Paket zu viel Geld, das besser eingesetzt werden könnte.
Aalen. Der Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ostwürttemberg von Südwestmetall hat die IG Metall aufgefordert, bei den am Mittwoch beginnenden Tarifverhandlungen der gemeinsamen Verantwortung für gute und sichere Arbeitsplätze im Land gerecht zu werden. „Die Forderung nach sechs Prozent Lohnsteigerung sowie einem Recht auf Arbeitszeitverkürzung mit teilweisem Lohnausgleich passt dazu überhaupt nicht“, sagte Makko. „Wir appellieren an die IG Metall, in den Verhandlungen die Zukunft der Jobs in den Blick zu nehmen.“

Die M+E-Unternehmen hätten mit Digitalisierung und Elektromobilität gewaltige Herausforderungen vor der Brust. „Die Unternehmen müssen erheblich investieren.“ Er appellierte an die Beschäftigten, gemeinsam mit den Unternehmen dafür zu sorgen, dass die notwendigen Investitionen am heimischen Standort stattfinden. Der M+E-Industrie gehe es sicherlich ordentlich. Deshalb dürften die Beschäftigten auch in dieser Tarifrunde damit rechnen, angemessen am Erfolg beteiligt zu werden. Im Schnitt verdiene ein M+E-Arbeitnehmer 64.000 Euro im Jahr. Das von der IG Metall geforderte Recht, die Arbeitszeit einseitig auf 28 Stunden verkürzen zu können, gehe in die völlig falsche Richtung, erklärte Makko. Weil Personal fehle, blieben schon jetzt Aufträge liegen.

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© Wirtschaft Regional 13.11.2017 20:12
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