Filialnetz wird 2019 erweitert

Bilanz Drogeriemarktkette dm will 2019 in Bopfingen eine Filiale eröffnen. Im Geschäftsjahr 2016/17 liefen die Geschäfte in der Region stabil.
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    EIn attraktiver Arbeitgeber und beliebt bei den Kunden ist dm. Foto: dm

Aalen

Das am 30. September abgeschlossene Geschäftsjahr wurde bei der Drogeriemarktkette dm von den Themen Digitalisierung und Ausbildungsoffensive bestimmt. In den zehn Filialen in der Region Ostwürttemberg stieg der Umsatz zwar nur leicht um 0,9 Prozent auf 38,85 Millionen Euro an. Die Zahl der kundenkontakte konnte in den Filialen zwischen Lorch, Ellwangen und Heidenheim um 1,1 Prozent auf 2,82 Millionen gesteigert werden. Für 2019 kündigt der Gebietsverantwortliche Hauke Flöter eine elfte Dependance in der Region an: Im neuen Ipf-Treff in Bopfingen wird eine dm-Filiale mit über 600 Quadratmetern Fläche entstehen. „Bopfingen erachten wir als wichtigen Standort auf unserer Landkarte“, sagt Flöter im Gespräch.

Insgesamt sei das Geschäft in Ostwürttenberg in den zehn Filialen sehr konstant verlaufen. Die Mitarbeiterzahl habe sich um zwei auf 172 Beschäftigte verringert, dafür konnten 21 (+3) Auszubildende beschäftigt werden, hinzu kommen fünf Studierende an der DHBW, die teilweise in Ostwürttemberg zum Einsatz kämen. dm habe „hervorragende Rankings bei Ausbildungs- und Mitarbeiterportalen“, sagt Flöter. Das Unternehmen setze auf die spezifische Drogistenausbildung und wolle diese weiter forcieren, denn dm wolle eine hohe Beratungskompetenz. Deshalb hätten alle Mitarbeiter 2016 und 2017 ein Smartphone erhalten. Mit einem Netzwerk aus Apps soll eine zielgerichtete Nutzung für die dm-Kunden möglich sein. „Die Abläufe in den Filialen bei der Beratung und der Bestandspflege werden so vereinfacht“, sagt Flöter. „Ziel ist, auch 2018 in jeder Filiale einen neuen Azubi einzustellen“, erklärt er.

In den kommenden Wochen werde die Filiale im Aalener Mercatura im Betrieb turnusgemäß umgebaut. In der Heidenheimer Filiale in den Schlossarkaden stünde dann ein größerer Umbau an, in der Gmünder Filiale in der Lorcher Straße sei der Umbau bereits bewerkstelligt. Mit der Bopfinger Filiale werde das Marktgebiet dann ab 2019 gut abgerundet, erklärt Flöter.

Ziel ist, pro Jahr einen Azubi pro Filiale neu einzustellen.

Hauke Flöter
dm-Gebietsverantwortlicher

Auf eine gemeinnützige Aktion weist der dm-Gebietsverantwortliche im Gespräch mit dieser Zeitung noch hin. Am 24. November werde es einen „Giving Friday“ geben. Fünf Prozent des Tagesumsatzes in den Filialen werde an gemeinnützige regionale Engagements gespendet.

Blick ins Zahlenwerk

Konzernweit konnte der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr bei dm um 5,7 Prozent gesteigert werden. Dabei waren die Zuwachsraten im Ausland mit 8,6 Prozent höher als in Deutschland mit 4,8 Prozent. Ein Großteil des Wachstums ging auf das Konto einer Ausweitung des Filialnetzes: In Deutschland legte deren Zahl um 3,6 Prozent auf 1892 zu, insgesamt betreibt dm 3464 Filialen – Tendenz weiter steigend. Ebenso stieg die Zahl der Mitarbeiter konzernweit auf 59.046. In Deutschland schnellte die Mitarbeiterzahl um 2,6 Prozent auf 39.906 nach oben. Hauke Flöter kündigte eine Expansion von dm nach Italien an. „Zunächst sollen in Norditalien dm-Filialen eröffnen. Wir erachten den dortigen Markt als lukrativ an“, sagt er. In der Kundenzufriedenheit lag dm erneut in allen vier kategorien auf dem ersten Platz. „Daran wollen wir uns messen lassen“, sagt Flöter.

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© Wirtschaft Regional 25.10.2017 19:15
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