Varta will die Gunst der Stunde nutzen

Börsengang Mindestens 150 Millionen Euro sollen in die Kasse des Batterieherstellers fließen – 130 Millionen werden investiert.
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    Blick in die Produktion bei Varta Microbattery. Foto: Varta AG
Ellwangen. Die Analysten haben sich am ersten Tag der Zeichnungsfrist der Varta-Aktien noch bedeckt gehalten. Am Mittwoch wurde vom Geldhaus Berenberg, das den Börsengang des Ellwanger Batterieherstellers begleitet, jedoch eine Begründung für den höheren Ausgabekorridor (zwischen 15 und 17,50 Euro je Aktie) gegeben. „Varta ist binnen Jahresfrist weiter gewachsen“, sagte Arnd Grimm. Im Herbst 2016 hatte die Ausgabespanne zwischen 9 und 12,50 Euro gelegen. Und Varta-CEO Herbert Schein berichtete von gut laufenden Geschäften im Berichtsjahr 2017. „Wir wollen beim zweiten Anlauf zum Börsengang nach 2016 nicht bis Dezember warten, sondern jetzt im Herbst das günstige Zeitfenster nutzen“, begründete er den geplanten Tag der Erstnotierung an der Frankfurter Börse bereits am 25. Oktober.

Mittelfristig könnte sich die Varta AG mit ihren operativ tätigen Töchtern Varta Microbattery und Varta Storage zum Kandidaten für den TecDax mausern. Mit den Erlösen aus dem IPO will Varta 80 Millionen Euro in den Ausbau der Produktion von Lithium-Ionen-Mikrobatterien stecken. Zudem soll für 30 Millionen Euro eine neue Produktionslinie für Hörgerätebatterien entstehen – beide Investitionen würden wahrscheinlich am Firmensitz in Ellwangen getätigt. Weitere 20 Millionen Euro sollen in den Ausbau der Fertigung von Energiespeichersystemen der Varta Storage fließen. Im Raum stehen zudem Akquisitionen, um führender Anbieter im Bereich der Speichersysteme für regenerative Anlagen zu werden. „150 Millionen Euro reichen für die Finanzierung unseres bislang geplanten Wachstums aus“, ließ Varta-Finanzchef Michael Pistauer in den Finanzmedien verlauten. Gelingt diesmal ein maximaler Börsengang, würde Varta eine Marktkapitalisierung von rund 668 Millionen Euro erreichen.

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© Wirtschaft Regional 11.10.2017 17:46
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