Erfolg dank neuer Geräte

Quartalsbericht Carl Zeiss Meditec setzt Wachstumskurs im dritten Quartal fort. Positive Beiträge dazu kamen aus beiden Geschäftseinheiten.
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    Die Zeiss-Innovation Kinevo 900 aus Oberkochen kann als klassisches Operationsmikroskop oder als okularloses, voll digitales Visualisierungssystem mit 3-D-Darstellung betrieben werden. Foto: Zeiss

Oberkochen/ Jena

Die Carl Zeiss Meditec AG hat auch nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 (30. September) ihren Wachstumskurs weiter fortgesetzt. „Wir sind auf dem besten Weg, unsere Umsatzprognose von 1,15 bis 1,2 Milliarden Euro bis zum 30. September zu erreichen,“ kommentierte Dr. Ludwin Monz das Ergebnis. Der Vorstandsvorsitzende des im Tec-Dax notierten Unternehmens hob besonders hervor, dass beide Geschäftseinheiten, die Ophthalmologie sowie die in Oberkochen angesiedelte Mikrochirurgie, signifikante Beiträge dazu geleistet haben.

Bei allen Zahlen wirkten sich erstmals wieder Währungseffekte positiv aus: Der Umsatz nach dem dritten Quartal stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,3 Prozent (währungsbereinigt 7,2 Prozent) auf 864,7 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich von 110,5 auf 132,6 Millionen Euro, die bereinigte EBIT-Marge erhöhte sich von 14,2 auf 14,7 Prozent. Der Gewinn pro Aktie kletterte von 0,83 auf 1,10 Euro.

Die stärksten Zuwächse verzeichnete die Ophthalmologie. In der Sparte Ophthalmic Devices (Umsatz 639,9 Millionen Euro, + 9,2 Prozent) entwickelte sich in erster Linie das Geschäft mit Lasersystemen zur Sehschärfenkorrektur positiv. Die Chirurgische Ophthalmologie, das Geschäft mit Intraokularlinsen und Geräten für die Behandlung des Grauen Stars, konnte erneut Wachstum und weitere Marktanteilsgewinne bei den Intraokularlinsen verzeichnen. Zur Steigerung der EBIT-Marge trug auch ein einmaliger Veräußerungsgewinn von rund acht Millionen Euro aus Anlagen in Ontario (Kalifornien) bei.

Das Umsatz der Sparte Microsurgery mit Operationsmikroskopen und Visualisierungslösungen kletterte um 5,6 Prozent auf 224,8 Millionen Euro, auch die Profitabilität konnte auf überdurchschnittlichem Niveau sogar noch zulegen.

Motor des Aufschwungs war erneut China.

Dr. Ludwin Monz
Vorstandsvorsitzender Meditec AG

Innovationen aus Oberkochen

„Im März und April konnten wir mit dem Visualisierungssystem Kinevo 900 und dem Operationsmikroskop Extaro 300 wesentliche Produktneuerungen in der Neuro- und Dentalchirurgie erfolgreich in den Markt einführen“, stellte Monz heraus. Beide Innovationen kommen aus Oberkochen, wo die Mitarbeiterzahl im vergangenen Quartal von 489 auf 492 stieg.

Uneinheitlich entwickelten sich die Umsätze nach wie vor noch in den verschiedenen Regionen. Um 19,3 Prozent wuchs der asiatische und pazifische Raum extrem stark auf 332,6 Millionen Euro. „Motor des Aufschwungs war erneut China“, sagte Monz, „aber auch Südostasien und Indien legten kräftig zu.“ In der Region Europa und Mittlerer Osten hingegen sank der Umsatz um 1,1 Prozent auf 259,6 Millionen Euro. „Insbesondere in den Märkten Großbritannien, Südeuropa sowie Mittlerer Osten war die Entwicklung unterdurchschnittlich“, erklärte der Vorstandsvorsitzende weiter. Die Region Americas, vor allem dank der USA, aber auch Brasilien, legte beim Umsatz um 5,9 Prozent auf 272,5 Millionen Euro zu.

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© Wirtschaft Regional 07.08.2017 18:07
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