Lipp baut Trinkwasserbehälter

Umwelttechnikpreis Die Lipp GmbH zählt im Land zu den Innovationsführern in der Umwelttechnik. Ein neuer Behältertyp kommt auf Markt.
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    Geschäftsführer Manuel Lipp, Franz Untersteller, Lipp-Bereichsleiter Matthias Kuck und Guido Abele (v.li.) aus der Vertriebsabteilung von Lipp bei der Preisübergabe. Foto: Martin Stollberg

Tannhausen/Fellbach

Die Lipp GmbH hat mit dem Produkt Trinkwasserbehälter erfolgreich am Umwelttechnikpreis des Landes Baden-Württemberg in der Kategorie „Materialeffizienz“ teilgenommen. Das Unternehmen aus Tannhausen belegte in dieser Kategorie den zweiten Platz. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft verleiht den Umwelttechnikpreis seit 2009 im Zwei-Jahres-Rhythmus an Unternehmen für ihre innovativen Produkte in der Umwelttechnik.

Umweltminister Franz Untersteller zeichnete in der Schwabenlandhalle in Fellbach die Preisträger aus. „Für die Lipp GmbH ist dies eine besondere Auszeichnung, da der Bereich Trinkwasser Edelstahl im Jahr 2016 erst neu geschaffen wurde. Mit dieser Entwicklung, die im eigenen Haus entstanden ist, können noch dünnere Wandungen bei den Edelstahlbehältern realisiert werden. Diese Materialeffizienz führt nicht nur zu Kosteneinsparungen, sondern ist auch ein echter Beitrag für die Umwelt, um wertvolle Ressourcen zu reduzieren“, sagt Manuel Lipp, Geschäftsführer des Tannhausener Unternehmens. „„Unternehmen an unserem Hochtechnologiestandort stehen vor der Herausforderung, mit knappen Ressourcen umzugehen und zugleich umweltschonend wettbewerbsfähige Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Mit dem Umwelttechnikpreis würdigen wir innovative Lösungen, die zeigen, dass wirtschaftliches Handeln und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind“, erklärte Umweltminister Franz Untersteller. Er hat mit der Fachjury die Preisträger und die nominierten Unternehmen aus den Bewerbungen herausgefiltert.

Die Montagezeit wird deutlich reduziert.

Matthias Kuck
Bereichsleiter bei Lipp

Laut Matthias Kuck, Bereichsleiter im Hause Lipp für den Bereich Trinkwasser Edelstahl, wurden im Land schon mehrere Projekte mit der von Lipp konzipierten Technologie realisiert. Auch in Bayern wurde nun ein neues Hochbehälterprojekt begonnen, das mit stattlichen Behälterdurchmessern eher zu den größeren zählt, informiert der Bereichsleiter. Insgesamt könnedie Firma Lipp mit anderen Behältertypen bereits auf über 50 Jahre Erfahrung im Bau von großen Behältnissen aus Stahl zurückschauen. Lipp baut zudem Behälter für Biogasanlagen und beschäftigt rund 50 Mitarbeiter.

Die Edelstahlbehälter für die Speicherung von Trinkwasser werden zylindrisch in Spiralbauweise – ausgehend von einem breiten Metallband – geschweißt. „Die Besonderheit liegt an den Verstärkungsrippen am Umfang des Behälters“, erläutert Kuck. Im Vordergrund der Entwicklung stünden neben der Materialeinsparung auch die Reduzierung der Montagezeit. Dazu wurde eine neue Maschine zur Herstellung der neuen Behältergeneration bei Lipp entwickelt.

Infos zum Preis: Hoch dotiert, vier Kategorien

Das Preisgeld beträgt beim Umwelttechnikpreis insgesamt 100 000 Euro und wird auf vier Kategorien und einen Sonderpreis der Jury verteilt:

„Energieeffizienz“, „Materialeffizienz“, „Emissionsminderung, Aufbereitung & Abtrennung“ sowie „Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Industrie 4.0“.

Ausgezeichnet werden Produkte, die einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz und Umweltschonung leisten und kurz vor der Markteinführung stehen oder nicht länger als zwei Jahre am Markt sind.

Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen aus dem Land.

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© Wirtschaft Regional 03.08.2017 18:07
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