Region bereichert den Start-up-Gipfel

Gründerkultur Delegation aus Ostwürttemberg informiert sich über Start-ups beim Gipfel in Stuttgart. Zahlreiche Ideenschmieden stellen sich großem Publikum und der Politik vor.
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    Winfried Kretschmann und Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut im Gespräch mit Zoltan Demeter (li.), Geschäftsführer Syfit GmbH. Mit im Bild (v.r.) Landrat Thomas Reinhardt, OB Bernhard Ilg, IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle und Aalens Wirtschaftsförderer Wolfgang Weiß. Foto: IHK

Stuttgat

Die Region war beim ersten Start-up-Gipfel des Landes an der Messe Stuttgart vertreten. Die 13 Start-ups und Partner der „Start-up-Region Ostwürttemberg“ zogen eine positive Bilanz. Die Zahl und Qualität der Besucher war sehr gut, so das Gesamtfazit der jungen Gründerteams und etablierten Partnerunternehmen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut besuchten den Gipfel. Mehr als 2600 Besucher von Start-ups, Mittelständlern und Finanzpartnern kamen in Stuttgart zusammen, um sich zu vernetzen. Unter der Koordination der IHK präsentierte sich die Start-up-Region Ostwürttemberg mit 13 Start-ups und Partnern, wie Carl Zeiss, der Hochschule Aalen sowie Voith. „Während des gesamten Tages, herrschte an den Messeständen ein reger Austausch und großer Andrang“, sagt Markus Schmid, Koordinator der Start-up-Region Ostwürttemberg.

Eine regionale Delegation besuchte den Gipfel. Heidenheims OB Bernhard Ilg, Landrat des Thomas Reinhardt, Dr. Ursula Bilger (WiRO) und Michaela Eberle, IHK-Hauptgeschäftsführerin, sowie die Wirtschaftsförderer Alexander Groll (Schwäbisch Gmünd), Rainer Fünfgelder (Ostalbkreis), Verena Kiedaisch (Ellwangen), Michael Setzen (Kreis Heidenheim), Wolfgang Weiß (Aalen) sowie Georg Würffel (Heidenheim) waren mit dabei. Die Delegation begrüßte auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann und die Wirtschaftsministerin und lobten das Engagement des Landes bei der Förderung der Start-up-Szene.

Präsentationen & Vorträge

Außerdem präsentierten sich Partner und Start-ups in Kurzvorträgen. So stellte Dr. Danny Krautz, Senior Innovation Manager Carl Zeiss, die Kooperationsmöglichkeiten für Start-ups mit dem Zeiss-Konzern vor. Christian Kling von der Hochschule Aalen zeigte, wie die Gründerhochschule Aalen mit dem Projekt Spinnovation unter der Marke „stAArt-UP“ unternehmerisches Denken und Gründergeist fördert.

Im Anschluss präsentierte Dr. Moritz Klein, Blue Ocean Nova AG, hochintegrierte faseroptische Prozess-Sensoren. Einen Einblick in den Weg der Firma Voith ins digitale Zeitalter gab Ulrich Begemann, Leiter New Technologies bei Voith. Wie die Conclurer GmbH Unternehmen fit für die Digitalisierung machen möchte, zeigte deren Geschäftsführer Philipp Reiner.

Als Spezialist für Web-Technologien stellte sich außerdem Aaron Czichon, Mitgründer der Webatlas GbR, vor. Alexander Abele und Sven Jooss von FitFood präsentierten ihr Restaurantkonzept für gesunde Ernährung. Das Vortragsprogramm am Nachmittag eröffnete René Götzenbrugger, Inhaber der Agentur Graustich, der über Augmented Reality informierte.

Wir sind an weiteren Partnern interessiert.

Michaela Eberle
IHK-Hauptgeschäftsführerin

Johannes Lutz, Geschäftsführer der Mark3D GmbH, beeindruckte mit seiner Vorstellung hochfester Bauteile aus dem Kohlefaser 3D-Drucker. Gerold Schnaidt, Vertriebsleiter der Syfit GmbH, stellte die Software für digitale Betriebsmittelprüfungen vor. Als weiteres Team aus dem Food-Sektor präsentierte Marina Zeisler von Cellgarden, deren Ansatz von gesunder Ernährung mit smarter Technologie.

Lukas Borst, Inhaber der Firma SBO – Schlanke Betriebsorganisation, gab einen Einblick in das von ihm entwickelte neuartige Kommissionier- und Arbeitsplatzsystem. Im Mittelpunkt des Vortrags von Tom Zimmermann, Mitbegründer der Firma BlackPin, stand eine Company App, ein mobiler Messenger, der höchste Sicherheitsstandards erfüllt und in einer deutschen Cloud laufen wird. Gero Nicklas, Geschäftsführer von BOS Connect GmbH, gab Einblick in Software-Lösungen mit besonderem Fokus auf dem Mensch-Maschine-Interface. Abgerundet wurde das Programm auf der Start-up-Ökosysteminsel Ostwürttemberg durch Ralph Bürlen, der mit MooVita eine neue Art zum Grillen präsentierte.

Dies sei der erste erfolgreiche überregionale Auftritt der „Start-up-Region Ostwürttemberg“ gewesen, sagt Markus Schmid. Partner und Start-ups konnten viele interessante Gespräche führen und qualifizierte Kontakte zu Kunden und Investoren knüpfen. „Diesen Schwung wollen wir nutzen und die Aktivitäten des Start-up-Vereins Ostwürttemberg mit seinen 29 Partnern weiter vorantreiben“, sagt Markus Schmid weiter.

Neue Mitstreiter gesucht

Nächste Schritte sind die Vorbereitung der „Marke Ostwürttemberg 2018“, die Unterstützung der regionalen Start-ups und die Gewinnung weiterer etablierter Unternehmen und Partner aus der Region.

IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle sagt nach dem Gipfel: „Wir sind an weiteren Partnern aus dem Mittelstand, Banken sehr interessiert. Neue Mitstreiter sind uns immer willkommen.“

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© Wirtschaft Regional 31.07.2017 15:37
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