SHW legt Zahlen vor, Pierer macht Druck

Bilanz Während die SHW im ersten Halbjahr solide gewirtschaftet hat, will Pierer am Angebotspreis von 35 Euro festhalten.
  • 017c974c-55c7-467e-a694-10d93655d99e.jpg
    Blick in die Produktion von SHW. Foto: SHW AG
Aalen. Vor einigen Tagen hatten Vorstand und Aufsichtsrat der SHW AG das Übernahmeangebot der Pierer AG von 35 Euro je Aktie als „nicht angemessen“ zurück gewiesen. Doch der österreichische Konzern denkt nicht daran, die Offerte nachzubessern. Mehr noch: Laut PIAG liege der Angebotspreis „am oberen Ende der Analystenschätzungen“. Die AG verweist auf den Dieselskandal, der für die Autobranche und deren Zulieferer noch immer nicht im vollen Ausmaß abschätzbar sei. „Davon kann auch die SHW, deren größter Kunde die Volkswagen-Gruppe ist, betroffen werden“, so die PIAG forsch. Die auf die Zulieferbranche zukommende Bewältigung der Dieselkrise werde auch für SHW „kostenintensiv und herausfordernd“ sein.

Ungeachtet dieses Schlagabtauschs zwischen Aalen und Oberösterreich, hat SHW am Freitag die Zahlen des ersten Halbjahres bekannt gegeben. Der Konzernumsatz lag im ersten Halbjahr mit 202,7 Millionen Euro wie erwartet um etwa sechs Prozent unter Vorjahresniveau. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ging um neun Prozent auf 19,8 Millionen Euro zurück. „Das erste Halbjahr ist nach Plan verlaufen“, sagte Vorstandschef Dr. Frank Boshoff. „Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Jahresprognosen erreichen werden.“ Parallel baue man die Kapazitäten in den Auslandsmärkten weiter aus. „Damit legen wir den Grundstein für deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum in den nächsten Jahren.“

zurück
© Wirtschaft Regional 28.07.2017 12:28
Ist dieser Artikel lesenswert?
1135 Leser
nach oben