Bosch-Spitze verteidigt Job-Abbau in Gmünd

Bei der Bilanzpressekonferenz von Bosch in Renningen präsentiert das Unternehmen nicht nur gute Zahlen – die Konzernspitze begründet auch den Abbau von 760 Jobs am Bosch-AS-Standort in Schwäbisch Gmünd.

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Bosch präsentierte am Donnerstag in Renningen nicht nur die Zahlen des vergangenen Jahres, sondern erklärte auch, wie der Umbau des Konzerns vollzogen werden soll. Bosch-Chef Volkmar Denner sprach von „einer umfassenden Transformation“. Teil dieser Umstrukturierung ist etwa der Abbau von Arbeitsplätzen in Schwäbisch Gmünd, wo Bosch AS wie berichtet 760 Jobs streichen wird.

Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor von Bosch verteidigte den Umbau: „Wir beschäftigen uns regelmäßig mit Anpassungen an den Standorten, um diese wettbewerbsfähig zu halten.“ Bezogen auf den Standort Gmünd sagte er: „Es ist uns hier gelungen, gemeinschaftlich mit den Arbeitnehmervertretern eine gute und sozialverträgliche Lösung zu finden.“ Man habe in einem sehr frühen Stadium die Gespräche aufgenommen, um die künftige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Wichtig sei, dass die Standorte Stabilität und Perspektiven aufwiesen. „In Schwäbisch Gmünd haben wir erfolgreich langfristig eine Basis geschaffen, auf der wir erfolgreich weiterarbeiten können“, so Kübel weiter.

Auch Konzernchef Volkmar Denner äußerte sich: „Für uns geht es um die Frage, wie man ein Unternehmen grundlegend auf  Zukunftsthemen wie die E-Mobilität vorbereitet.“ Dabei sei der Fokus, „das Kerngeschäft weiterzuführen und parallel Zukunftsthemen zu prüfen“. Hier sei Bosch sehr gut aufgestellt. Man benötige aber Zeit, da die Transformation des Unternehmens auch vor dem Hintergrund der Themen Autonomes Fahren, Industrie 4.0 oder auch des Internets der Dinge „grundlegend“ sei. Denner: „Wir werden diese Transformation meistern, da bin ich ganz sicher.“

Bosch hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 73,1 Milliarden Euro erzielt, ein Plus von 3,6 Prozent. Der Bereich Mobility Solutions, zu dem auch Bosch AS gehört, steigerte seinen Umsatz sogar um sieben Prozent auf 43,9 Milliarden Euro. Die Ergebnisse einzelner Tochterfirmen wie Bosch AS veröffentlicht der Konzern nicht.

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© Wirtschaft Regional 04.05.2017 15:13
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