Brucker ist nun in Gmünd am Start

Logistikbranche Das Aalener Familienunternehmen mietet sich auf dem uwe-Areal in der Buchstraße ein. Bestehende wie auch Neukunden werden an diesen zwölften Standort betreut.
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    In der ehemaligen Uwe-Halle hat Brucker ein Logistikzentrum eingerichtet. Fotos: Brucker
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    Hochregallager bei Brucker.
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    Geschäftsführer Dr. Stefan Brucker.

Schwäbisch Gmünd/Aalen

Die Spedition Brucker GmbH setzt ihre Expansion fort. Das Logistikunternehmen eröffnet zum 1. Mai in Schwäbisch Gmünd einen neuen Standort. Eine ehemaligeLogistikhalle auf dem Gmünder uwe-Areal in der Buchstraße wird umgenutzt. „Ein Standort in Schwäbisch Gmünd steht bei uns seit langem auf dem Wunschzettel. Der neue Standort ist unser insgesamt zwölfter und ergänzt unsere stark wachsende Ost-West-Achse zwischen Aalen, dem Großraum Stuttgart sowie dem Standort Karlsdorf bestens. Vier Neukunden und diverse Bestandskunden werden künftig über das Multi-User-Logistikzentrum in Schwäbisch Gmünd betreut“, sagt Geschäftsführer Dr. Stefan Bruckerim Gespräch mit dieser Zeitung.

Der langfristige Mietvertrag mit der Halleneigentümerin, der uwe JetStream GmbH, ist erst seit dieser Woche unter Dach und Fach. Die Spedition Brucker kann ab Mai die rund 5000 Quadratmeter große Hallenfläche sowie eine angrenzende Freifläche von 2000 Quadratmeter nutzen. „Im Multi-User-Logistikzentrum werden Kontraktlogistik-Dienstleistungen wie die Konfektionierung, die Kommissionierung sowie Verpackungen für mehrere Kunden, darunter namhafte Gmünder Firmen, vorgenommen“, wie Stefan Brucker betont. Zunächst sollen fünf neue Mitarbeiter dort starten. Bis zu 20 Beschäftigte soll das Logistikzentrum künftig besitzen und wichtiger Bestandteil des Standortnetzes des Familienunternehmens sein.

Vorteil des neuen Standorts sei, dass die Transportwege zwischen Kunde und Logistikstützpunkt weiter reduziert würden und eine noch kürzere Reaktionszeit möglich sei. „Wir erreichen durch den neuen Standort auf dem ehemaligen uwe-Areal eine höhere Flexibilität , was unseren Kunden noch mehr Freiräume beim Disponieren ihrer Warenströme bietet“, erklärt Brucker weiter.

Ein weiterer Pluspunkt des Areals: In einer weiterenten Halle auf dem uwe-Areal existieren Expansionsflächen mit einer Größe von weiteren rund 2000 Quadratmetern. Möglich wären laut Dr. Stefan Brucker dort vor- und nachgelagerte Dienstleistungen wie beispielsweise das Reinigen von Lagerbehältern. Brucker ist bereits auf der Ost-West-Schiene neben dem Stammsitz Aalen in Rudersberg, Murrhardt, Bietigheim und dem badischen Karlsdorf ansässig, noch 2017 soll ein weiterer Standort direkt in Stuttgart dazukommen.

Auf Beratungen folgen meist Aufträge.

Dr. Stefan Brucker
Geschäftsführer Spedition Brucker

Mit dem Einrichten des neuen Standorts gehen Investitionen in die Lagertechnik einher. Sie belaufen sich zunächst auf rund 150.000 Euro. „Vergangene Woche wurde geordert, nächste Woche ist die Regal- und Stautechnik bereits installiert“, beschreibt Brucker die kurzen Entscheidungswege im Familienunternehmen, das er gemeinsam mit Bruder Arno Brucker als Geschäftsführer leitet. „Auch bei der Standortsuche in Gmünd haben wir nun eine schnelle und unkonventionelle Lösung gefunden“, erklärt Stefan Brucker.

Rasantes Wachstum durch Beratungsmandate

Die Spedition Brucker, die durch die jüngsten Standort-Erweiterungen mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt, ist um passgenaue Lösungen für ihre Kunden bemüht. Im Neukundengeschäft stehen am Anfang einer Geschäftsbeziehung zu Firmen meist Beratungsmandate. „Dabei geht es um Prozessoptimierungen oder neue Logistikabläufe bei den Firmen. Für dieses Planen halten wir fünf Mitarbeiter vor“, sagt Brucker. Synergien würden aufgezeigt, Lagerflächen eingespart. Am Ende der Beratung stehe meist ein Auftrag, wie auch jetzt bei den Gmünder Neugeschäften. „Über unsere Expertise kommen wir an Neuaufträge“, sagt Brucker weiter.

Das Umfeld der Logistik-Branche sei weiterhin von großen Herausforderungen geprägt. An vorderster Stelle nennt Stefan Brucker das Sichern der dringend benötigten Fachkräfte sowie den Kostendruck. „Diesen Herausforderungen stellen wir uns“, sagt Brucker. Deshalb habe Brucker eine Personaloffensive gestartet, die durch Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements flankiert wird. Das breite Angebotsspektrum komme dem Mittelständler bei der Fachkräftesicherung zugute.

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© Wirtschaft Regional 28.04.2017 20:03
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