SHW beteiligt Mitarbeiter und investiert

Standortsicherung Der Autozulieferer sagt Investitionen zu. Im Gegenzug leisten sie 500 Stunden Mehrarbeit.
Aalen. Wenige Tage vor der Aktionärsversammlung am 9. Mai in Heidenheim haben die Geschäftsführung der zum SHW-Konzern gehörenden SHW Automotive GmbH und die IG Metall einen Ergänzungstarifvertrag für die Standorte Tuttlingen und Neuhausen ob Eck abgeschlossen. Der Vertrag tritt rückwirkend ab dem 1. Januar in Kraft und regelt bis Ende 2022 die Bedingungen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Geschäftsbereichs Bremsscheiben. Mit dem Ergänzungstarifvertrag verpflichtet sich SHW, während der Laufzeit Investitionen von mindestens 50 Millionen Euro vorzunehmen.

Eines der Investitionsprojekte ist die zweite automatische Aluminium-Gießanlage für Verbundbremsscheiben in Neuhausen ob Eck, mit der bis 2020 der Ausstoß verdoppelt werden soll. Ende April sind die ersten Testläufe vorgesehen. Neben den Investitionszusagen haben sich die Vertragsparteien auf spezielle Programme zur Qualifizierung an- und ungelernter Mitarbeiter in der Gießerei Tuttlingen verständigt. Ferner soll das betriebliche Gesundheitsmanagement gestärkt werden. Als Anreiz wurde eine Erfolgsbeteiligung für die Beschäftigten vereinbart. Als Gegenleistung wurde von Januar 2017 bis Dezember 2022 eine zusätzliche Arbeitszeit von 500 Stunden ohne Engeltausgleich vereinbart.

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© Wirtschaft Regional 20.04.2017 16:17
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