Bei Bosch AS: Einigung in Sichtweite

Verhandlungen Gespräche über Stellenabbau und Standortsicherung dauerten bis in die Nacht zum Donnerstag an.
Schwäbisch Gmünd. Über 2000 Beschäftigte der Gmünder Bosch Automotive Steering GmbH demonstrierten am Mittwochmorgen vor dem Werk Schießtal und am Abend vor dem Verhandlungslokal B26-Manufaktur gegen den drohenden Abbau von 760 Stellen und für die Stärkung Gmünds als leitenden Produktion- und Entwicklungsstandort. Diese Solidaritätsbekunden, denen sich auch Gmünds OB Richard Arnold mit einem flammenden Appell an die Geschäftsleitung zum Einlenken anschloss, haben offensichtlich Wirkung gezeigt: „Wir nähern uns“, sagte IG Metall-Chef Roland Hamm am späten Abend, „aber wir haben noch keine Einigung erreicht.“ Es gehe vor allem noch darum, den Anteil der Arbeitnehmer an der geforderten Kostenreduzierung pro Lenkung zu senken. Von 18 sei man nun bei 12 Euro angekommen. Die Verhandlungskommissionen der Arbeitgeber unter Bereichsvorstand Christian Sobottka und der Arbeitnehmer haben danach die erreichten Positionen nochmals bewertet. Unter der Voraussetzung einer Einigung habe die Geschäftsleitung in Aussicht gestellt, so war am späten Abend zu hören, dass in die Produktion in Gmünd in den nächsten drei Jahren rund 100 Millionen Euro investiert würden. „Notfalls verhandeln wir die ganze Nacht“, sagte Betriebsratsvorsitzender Harald Brenner.
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© Wirtschaft Regional 19.04.2017 22:17
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