Der Brexit verunsichert die Wirtschaft

IHK-Umfrage Die Konsequenzen aus der Entscheidung sind noch nicht absehbar. Zeiss bleibt zuversichtlich.
Heidenheim. Der Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der EU wird nach Einschätzung der Unternehmen im Land einen deutlichen Dämpfer für die Geschäfte mit sich bringen. Die Geschäftsperspektiven der Betriebe gehen aktuell deutlich zurück. Auch in der Region herrscht Unsicherheit über die Konsequenzen des Austritts. 30 Prozent der befragten Unternehmen gehen von einem künftig schlechter laufenden Großbritannien-Geschäft aus. Nur sieben Prozent rechnen mit einer Besserung. IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle sagte: „Die Auswirkungen des Brexit-Votums sind schon zu beobachten. Das Vereinigte Königreich war bereits 2016 mit 12 Milliarden Euro nur noch sechstwichtigster Exportmarkt des Landes. Im Vergleich zu 2015 gingen die Ausfuhren um 15,3 Prozent zurück.“

Für die Austrittsverhandlungen haben für 90 Prozent der Firmen im Land der freie Warenverkehr und das Vermeiden von Zusatzkosten durch Zölle und Steuern hohe Priorität. Die Konsequenzen sind für Unternehmen wie die Carl Zeiss AG noch nicht absehbar. Für Zeiss und deren Standort Cambridge ist offen, wie der Handel künftig geregelt werden wird. „Unseren Kollegen haben wir signalisiert, dass Zeiss in Großbritannien wichtiger Bestandteil des weltweiten Konzerns ist und bleiben wird“, erklärt Eva Reitze, Leiterin Externe Kommunikation bei Zeiss.

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© Wirtschaft Regional 11.04.2017 18:41
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