Immer mehr Azubis haben das Abitur

Handwerk Die Branche möchte den Anteil von Abiturienten bis 2020 weiter steigern. Das Ziel lautet 15 Prozent.
Ulm/Ostalbkreis. Das stärkste Ausbildungsplus seit 2012 verzeichnet das Handwerk im Gebiet der Handwerkskammer Ulm. Mit einem Zuwachs von 5,2 Prozent mehr Auszubildenden wächst das Handwerk über alle Gewerke und Zielgruppen hinweg. Positiv fällt auf, dass immer mehr Abiturienten den Weg ins Handwerk gehen. Mit 12,2 Prozent Abi-Quote ist ein Höchststand seit Erfassung erreicht. Noch im Jahr 2014 betrug sie lediglich 6,9 Prozent.

Auch die Quote im Ostalbkreis ist gestiegen: Diese lag zum Ausbildungsbeginn 2016 bei 11,1 Prozent. Insgesamt wurden 561 neue Ausbildungsverträge im Ostalbkreis in den Handwerksberufen geschlossen, 62 Azubis hatten dabei das Abitur in der Tasche. „Wir sehen, dass viele Schüler nach dem Abitur genug von trockener Theorie haben. Wir gehen bewusst in die Gymnasien. Wer seine Ideen in die Tat umsetzen und Hand anlegen möchte, ist im Handwerk genau richtig“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. Das wiederholte Ausbildungsplus bestätige die Fortschritte fürs Handwerk. „Wir wollen noch mehr Jugendliche erreichen. Unser Ziel sind 15 Prozent Abi-Quote bis 2020.“ Aktuell lernen insgesamt 827 Jugendliche mit Abitur ein Handwerk. Besonders beliebt seien die Berufe im Bau- sowie dem Kfz-Bereich.

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© Wirtschaft Regional 10.04.2017 17:41
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