Leitz schaut auf die Produktion

Workshop Beim internationalen Treffen von 150 Entwicklungs- und Produktionsexperten werden neue Verfahren vorgestellt. Die Veranstaltung gilt als äußerst etabliert.
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    Jürgen Köppel begrüßte die Besucher beim internationalen Leitz-Workshop. Foto: Leitz

Oberkochen

Rund 150 Entwicklungs- und Produktionsexperten aus der Holz-, Holzwerkstoff und Kunststoffbranche sowie aus der Möbelindustrie und dem entsprechenden Handwerk unterstützt durch Vertreter aus Forschung und Lehre haben am Leitz-Workshop in Oberkochen teilgenommen. Die Tagung setzte die Reihe „Neue Werkstoffe und Bearbeitungsverfahren“ der vergangenen Jahre fort. Sie stand unter dem Motto „Lösungen in neuen Dimensionen“.

Die Fachleutekamen unter anderem aus den Bereichen Möbelproduktion, Ladenbau und Innenausbau, um sich über neue Werkstoffe und Bearbeitungsverfahren zu informieren. Das internationale Teilnehmerfeld diskutierte über Entwicklungen in der Produktionstechnologie. In acht Vorträgen stellten die Referenten Themen aus den Bereichen Automation im Handwerk, Plattenaufteil-Technik, Innovative Oberflächen und Kanten sowie Klebstoffe, moderne Verbindungstechnik, Werkzeuglösungen für maximale Produktivität sowie Digitalisierung in der Möbelproduktion vor.

Sie zeigten auf, wie die globalen Trends auch die Holz-, Holzwerkstoff und Kunststoffbearbeitung beeinflussen und welche Mittel den Anwendern zur Verfügung stehen, ihre Bearbeitungsprozesse an die veränderten Anforderungen auch anzugleichen.

Der Workshop fand im Auditorium der Leitz-Gruppe statt. Seit der Premiere im Jahr 2006 hat sich der Workshop zu einem Branchen-Treffen der Fachleute aus Forschung und Praxis entwickelt. Zur elften Auflage des Workshop kamen mit rund 150 Teilnehmern aus dem In- und Ausland mehr als je zuvor zum Werkzeughersteller nach Oberkochen.

Jürgen Köppel, Sprecher der Geschäftsführung bei Leitz, stellte die Bedeutung des Zusammenwirkens der einzelnen Glieder eines Produktionsprozesses wie Mensch, Maschine, Werkstoffe, Komponenten und Werkzeuge für Qualität und Effizienz in der Fertigung heraus. Er verglich dabei den Produktionsprozess mit einer Geige, bei der das Klangerlebnis erst dann entsteht, wenn Spieler, Geige, Bogen und Saiten aufeinander abgestimmt seien. Den Werkzeugen wies er bei diesem Vergleich die Rolle der Saiten zu.

Die Werkzeuge vergleiche ich mit den Saiten einer Geige.

Jürgen Köppel
Sprecher Geschäftsführung bei Leitz

Prof. Andreas Heinzmann von der Schuler Consulting GmbH referierte darüber, wie Daten und Informationen verkettet werden, um den Menschen bestmöglich zu unterstützen und zu entlasten. Andreas Kisselbach, Leiter Forschung und Entwicklung bei Leitz, der die Veranstaltung moderierte, lobte die Vernetzung der Werkstoffhersteller mit den Maschinen- und Werkzeugherstellern. Auf diese Weise ständen den Anwendern mit der Markteinführung neuer Materialien bereits Werkzeug- und Bearbeitungslösungen zur Verfügung.

Ansgar Uhl von Leitz berichtete über Werkzeug- und Prozesslösungen für maximale Produktivität. Er stellte die unterschiedlichen Herangehensweisen mit Umsetzungsbeispielen zur Optimierung einer Durchlauffertigung und einer Bearbeitung auf Stationärmaschinen in seinem Vortrag heraus.

Den Kreis der Referenten rundeten Ingo Horsthemke (Jowat SE), Samuel Hänni (Lamello AG), Peter Röhr und Martin Henneke (Pfleiderer GmbH), Tobias Schaible (Homagund) sowie Dr. Uwe Krämer (Rehau) ab. Prof. Dr. Frank Prekwinkel von der Imos AG hielt einen mitreißenden Vortrag: Er stellte dar, wie es um die Digitalisierung in der Möbelproduktion bestellt ist.

Für Leitz naht der nächste Höhepunkt im Geschäftsjahr bereits: Das Unternehmen ist auf der Messe Ligna in Hannover ab dem 22. Mai in Halle 15 präsent.

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© Wirtschaft Regional 10.04.2017 17:41
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