Renner liefert Schlachttechnik

Internationalisierung Abtsgmünder Nischenanbieter Renner Schlachttechnik baut Anlagen rund um den Globus. Der Exportanteil liegt bei über 70 Prozent.
  • 71fb89d3-da13-4f0b-ab49-4d689fee884f.jpg
  • b53d6391-7ce5-461f-804e-70e0970bcc0d.jpg
    So sieht die von Renner gefertigte Fördertechnik aus. Foto: Renner

Abtsgmünd

Die Abtsgmünder Renner Schlachthaustechnik GmbH liefert inzwischen weltweit Schlachttechnik, Fördertechnik sowie Hygieneausrüstung an die fleischverarbeitende Industrie und das daran angeschlossene Metzgerhandwerk. Gegründet im Jahr 1987, beschäftigt das von Armin und Thomas Renner als Geschäftsführer geleitete Unternehmen heute 20 Mitarbeiter. Und es würde gerne weiter wachsen, versichert Armin Renner mit Blick auf das Werbeschild am Eingang zur Produktionshalle. Darauf ist zu lesen, dass der flexibel auf den Weltmärkten agierende Mittelständler Schlosser und Schweißer sucht.

Im Portfolio des Unternehmens sind Anlagen zur Schlachtung von Rindern, Schweinen, Schafen und Lämmern aufgelistet. „Wir beliefern unsere Kunden sowohl mit Komplettsystemen inklusive Förderanlagen wie auch lediglich mit Teilkomponenten, die je nach Kundenwunsch individuell zusammengestellt werden können“, sagt Armin Renner, der für den Vertrieb und die kaufmännischen Bereiche zuständig ist.

Der Exportanteil ist hoch: Er liegt aktuell bei über 70 Prozent, erklärt Armin Renner. Der Kundenkreis der Renner Schlachthaustechnik umfasse rund 2000 Kunden, informiert der Geschäftsführer beim Gang durch die Produktionshalle. Die meisten davon seien inhabergeführte Betriebe wie Metzgereien oder mittelständische Schlachthöfe, ergänzt Renner. „In Deutschland werden fast keine neuen Schlachthöfe mehr gebaut“, sagt er weiter. Deshalb habe Renner den Kundenkreis neben Österreich, der Schweiz, Rumänien und den baltischen Staaten auf Länder wie Iran und die ehemaligen GUS-Staaten ausgedehnt. „Auch in Afrika haben wir inzwischen gut Fuß gefasst und Referenzobjekte aufgebaut“, sagt der Geschäftsführer des Mittelständlers. „Wir versuchen uns in Bereichen zu bewegen, wo sich bislang keine Anbieter tummeln.“ Russland sei ein aufstrebender Markt gewesen – bis die Sanktionen und die Wirtschaftskrise gnadenlos zuschlugen. Renner erklärt: „Unsere Aktivitäten wurden quasi auf Null zurückgefahren.“ Dennoch seien die wachsenden Märkte in den genannten Staaten attraktiv. Die Firma lebe beim Vertrieb sehr stark von Empfehlungen. Auf Messen wie der IFFA in Frankfurt würden wertvolle Kontakte geknüpft.

Die Aktivitäten wurden in Russland quasi auf Null gefahren.

Armin Renner
Geschäftsführer bei Renner

Ein Dutzend Projekte pro Jahr

Renner Schlachthaustechnik meistert eine überschaubare Anzahl von Projekten pro Geschäftsjahr. „Je nach Größe der Anlagen projektieren wir fünf bis 15 Anlagen in einem Jahr. Die Hygiene- und Ausführungsstandards sind bei Neubauten weltweit sehr ähnlich, was unserem Sondermaschinenbau zugute kommt“, sagt Renner. „Im September wollen wir wieder einen Azubi einstellen. Wir bilden aktuell zwei Konstruktionsmechaniker aus“, sagt Renner. Denn: „Wir wollen nachhaltig wachsen“, schiebt er nach.

zurück
© Wirtschaft Regional 03.04.2017 17:33
Ist dieser Artikel lesenswert?
560 Leser
nach oben