Solide Zahlen im heimischen Tourismus

Statistik Die Branche boomt in der Region. Die Gewerkschaft NGG fürchtet ein Ausdehnen der Arbeitszeiten.
Region. Der Ostalbkreis bleibt bei Urlaubern und Geschäftsreisenden beliebtes Ziel. Auf 782.000 Gäste-Übernachtungen kam der Landkreis 2016 – sieben Prozent mehr als 2015. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitgeteilt. Die NGG bezieht sich auf neue Beherbergungszahlen des Statistischen Landesamts. Die gesamte Schwäbische Alb zählte danach rund 4,4 Millionen Übernachtungen (plus 4,8 Prozent). „An der guten Bilanz haben die Beschäftigten in Hotels, Pensionen und Gaststätten einen enormen Anteil“, betont NGG-Geschäftsführerin Karin Brugger.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hatte gefordert, die tägliche Höchstarbeitszeit durch ein maximales Wochen-Pensum zu ersetzen. Die NGG Ulm-Aalen-Göppingen spricht von einem „Irrweg“: „Jeder, der im Gastgewerbe arbeitet, weiß, dass Überstunden gerade in der Hochsaison dazugehören. Wenn aber jemand oft gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt, kann es nicht sein, dass dieser Verstoß auch noch legalisiert wird“, sagt Karin Brugger. Nach den Vorschlägen der Arbeitgeber wären extrem lange Schichten möglich, befürchtet die Gewerkschaft. „Ein 14-Stunden-Einsatz haut aber jedem die Füße weg“, sagt Brugger. Seit sieben Jahren steigen die Umsätze im Gastgewerbe kontinuierlich an.

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© Wirtschaft Regional 17.03.2017 19:35
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