Scholz: Klage gegen die Kündigungen

Scholz Recycling Ex-Firmenchefs ziehen gegen Chiho-Tiande vor Gericht und sollen wohl selbst verklagt werden.
Essingen/Ellwangen. Berndt-Ulrich Scholz und sein Sohn Oliver Scholz klagen gegen ihre fristlosen Kündigungen durch Chiho-Tiande. Der chinesische Konzern hatte Ende Dezember 2016 die hoch verschuldete Scholz Recycling GmbH für einen Euro komplett übernommen. Oliver Scholz, der zunächst Co-Geschäftsführer blieb, wurde am 16. Januar mit sofortiger Wirkung aus nicht näher benanntem „wichtigem Grund“ fristlos entlassen. Berndt-Ulrich Scholz, der nach der Übernahme von Chiho-Tiande einen Beratervertrag erhielt, bekam zwei Tage später am 18. Januar ebenfalls die Kündigung. Ihm werde fälschlicherweise vorgeworfen, er habe wegen der Kündigung seines Sohnes Beschäftigte aufgefordert, die Arbeit niederzulegen, sagte Berndt-Ulrich Scholz der Stuttgarter Zeitung.

Unterdessen arbeitet eine Berliner Kanzlei an einer Sammelklage von Käufern der Scholz-Anleihe. Sie wollen ihre Verluste von Vater und Sohn Scholz zurück holen. Sie war 2012 mit einem Zinssatz von 8,5 Prozent ausgegeben worden und 182,5 Millionen Euro schwer. Im Verkaufsprospekt seien unter anderem Umweltprobleme in einem Aluminiumwerk in Stockach verschwiegen worden, so die Argumentation der Kläger. Die Anteilseigner hatten 2016 auf einen Großteil ihres Geldes verzichten müssen.

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© Wirtschaft Regional 16.03.2017 07:37
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