Sonnenliege ist heiß begehrt

Klein Metalldesign ist über große Resonanz überrascht – Messeauftritte sollen Vertrieb beflügeln
  • Thorsten Schulz, Profi beim VfR Aalen, testete mit einem Model die Funktionalität der Sonnenliege für VfR-Sponsor Klein Metalldesign. (Fotos: Manuel Wolf)
  • Esin und Steffen Klein (vorne v.li.) sowie Mitarbeiterin Nanika Waitzmann.
Steffen und Esin Klein haben eine Marktlücke entdeckt: Eine von ihnen konzipierte Sonnenliege erregt in der Fachwelt großes Aufsehen. Nun steigt ihr Aalener Unternehmen Klein Metalldesign in die Vermarktung ein. Die Resonanz des Markts ist durchweg positiv.Aalen. Die junge, 2011 erst gegründete Firma hat eine innovative Sonnenliege mit integriertem Schließfach und weiteren praktischen Details wie einem Sonnenschirmhalter entworfen. Damit hat Klein Metalldesign offenbar den Nerv der Zeit punktgenau getroffen. „Die Sonnenliege namens Sun Divan hat sich innerhalb weniger Tage nach ihrer Präsentation großer Beliebtheit erfreut“, erklären die beiden Geschäftsführer des Unternehmens mit insgesamt sieben Mitarbeitern, Steffen und Esin Klein.
Die kreativen Köpfe, denen die Idee für die Sonnenliege im Urlaub beim Skifahren kam, wurden vom Betreiber der Trendmesse „Happy New Trend 2016“, die Ende Januar in Bielefeld stattfand, ganz spontan eingeladen. „Unser Auftritt in Ostwestfalen war mit unserem Sun Divan ein voller Erfolg. Händler aus vielen europäischen Ländern sind bereits am Vertrieb der Liege interessiert“, sagt Esin Klein im Büro des Betriebs in der Oberen Bahnstraße. „Wir wollten schon lange ein Möbelstück aus Stahl bauen. Nun haben wir dieses Ansinnen umgesetzt“, ergänzt Steffen Klein. Er ist seit 2014 Meister im Metallbau.
Von der Idee über den Prototypenbau bis zur Messeteilnahme in Bielefeld ging’s rasend schnell: Binnen drei Wochen waren die Pläne von Steffen Klein gezeichnet, das Material zum Bau beschafft und verschiedene Prototypen gebaut. Der Clou dabei: Die ergonomisch geformte Sonnenliege für einen Nutzer oder für zwei Personen lässt sich um 360 Grad drehen und besitzt – je nach Ausführung – ein geräumiges Schließfach für Wertsachen. Zudem können ein kleiner, drehbarer Ablagetisch sowie ein Schirmhalter an der Liege integriert werden, die den Komfort beim Sonnenbaden erhöhen.
Klein Metalldesign hat sich das Design sowie die Marke „Sun Divan“ beim Patentamt schützen lassen. „Die Besonderheiten von Sun Divan sind der Grund dafür, warum von bislang allen persönlich von uns angegangenen Betreibern von Freizeitbädern deutschlandweit viel Lob zurückkam“, sagt Esin Klein. Sie sieht nicht nur bei Bädern, sondern auch an Stränden, Seen, bei Kurkliniken, in Stadtparks oder auch in Einrichtungen wie Hotels mit Spa- und Wellnessbereich einen Bedarf für das innovative Produkt.
Der nach Ansicht von Esin Klein große Markt solle über Vertreter, die auf Provisionsbasis arbeiten, schnellstmöglich erschlossen werden. Klein Metalldesign hat selbst bereits Kontakte zu einigen Bädern in der Region – wie in Aalen, Ellwangen, Bopfingen oder Schwäbisch Gmünd – geknüpft. Auch hier ist die Resonanz durchweg positiv ausgefallen. Steffen Klein: „Wir sind in guten Gesprächen mit den Betreibern.“
Das Metallbauunternehmen, das seit Oktober 2013 in Aalen ansässig ist, hat sich mit seinem neuen Produkt bereits bei einigen Messen in diesem Jahr angemeldet: In München, Frankfurt, Köln und im österreichischen Tulln sowie in Prag und Stuttgart wird der „Sun Divan“ aus Aalen zu sehen sein. Der Messestand dazu wird derzeit vorbereitet. Ein professionelles Fotoshooting, an dem unter anderem Thorsten Schulz, Profi-Fußballer des VfR Aalen teilnahm, wurde absolviert. „Wir könnten derzeit fünf Exemplare des Sun Divans pro Tag bauen. Die Kapazität ließe sich aber auf rund 15 Liegen pro Tag problemlos ausbauen“, sagt der 31-jährige Steffen Klein, dessen Herz ebenso wie das seiner Frau Esin für den Drittligisten VfR Aalen schlägt. Dort ist das Unternehmen als Sponsor aktiv.
Bislang waren für Klein Metalldesign Geländer im Innen- und Außenbereich, Vordächer, Pergolen sowie der Laden- und Messebau die Haupttätigkeitsfelder. „Daneben haben wir auch Prototypen von Grills oder umwelttechnische Einrichtungen sowie Aufträge für Industriekunden im Metallbau gebaut und abgewickelt“, erklärt Steffen Klein.
Mit diesen Produkten verdient es heute sein Geld. Ob das mittelfristig auch noch so sein wird, oder das Produkt Sonnenliege in den Fokus tritt, entscheidet sich in den kommenden Monaten. Esin und Steffen Klein sind zuversichtlich, dass ihr Sun Divan auch in Zukunft erfolgreich vermarktet wird.
© Wirtschaft Regional 02.03.2016 17:23
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